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Roger Marceau Lozes
Geboren am 22. Juni 1887 in Lavardac (Lot-et-Garonne)
Gestorben am 6. Juni 1970 in Kremlin Bicetre (Val-de-Marne)
Militärdienst im Bereich Angestellte und Arbeiter der Militärverwaltung
Schmied von Beruf, verlässt Roger Marceau Lavardac, um nach Bordeaux zu gehen, wo er auf der Cordillera (Schiff der Reederei Messageries Maritimes) anheuerte, die die Verbindung mit La Plata (Argentinien) sicherstellt. Er diente dort zwischen 1911 und 1912 als Trimmer.
Seine Laufbahn ist bis zum Frühjahr 1914 unbekannt. Als Angestellter bei der Firma de Courrières arbeitete er dann im Brikett-Werk von Somain, dann wurde er als Fahrer bei der Walzanlage des Werks Hauts Fourneaux in Denain eingestellt. Roger Marceau reiste viel, er wechselte oft den Wohnort, entweder weil ihm die Arbeit nicht passte, oder weil man ihm kündigte.
Er erklärte sich zum Anarchisten, ohne sich irgendeiner Gruppe anzuschließen. Allerdings trat er der Gewerkschaft der Bergleute von Courrières bei und erhielt die Bataille syndicaliste, eine gewerkschaftliche und anarchistischen Zeitung‚ “offizielles Organ“ des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes.
Er äußerte gerne seine politischen Meinungen in der Öffentlichkeit, wofür er am 3. August 1914 in Somain verhaftet wurde. Es handelte sich um seine ersten Schwierigkeiten mit dem Gesetz, sein Vorstrafenregister war leer.
Er wurde der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, der Beleidigung der Armee und aufrührerischer Rufe beschuldigt. Inhaftiert im Gefängnis in Douai, wurde er danach im Gefängnis der Santé in Paris (September 1914) und dann im Militärgefängnis in Boulogne-sur-Mer (Oktober 1914) eingesperrt.
Die Anschuldigung der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung war nicht ausreichend begründet, und so wurde er vor ein Kriegsgericht gestellt für die Verbrechen der Beleidigung der Armee und aufrührerische Rufe zu 3 Monaten Gefängnis und 500 Francs verurteilt.
Am 25. Februar 1915 schloss er sich dem Korps an und wurde in die Fabrik von Castelsarrasin abgestellt. Nach einem Jahr in einem Feldartillerie-Regiment wurde er dem Lager der Stahlarbeiter von Toulouse zugewiesen und dann erst der Pulverfabrik von Toulouse dann der von Lannemezan. Am 12. Juli 1919 wurde er demobilisiert und erhielt die Médaille de la Victoire.