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Ein überwachter Patriotismus
1914 scheinen der patriotische Elan und die Union Sacrée die antimilitaristischen und pazifistischen Dissonanzen vertrieben zu haben. Die allgemeine Mobilmachung wird mit einer gewissen Begeisterung aufgenommen. Dennoch lockern die Behörden keineswegs ihre Überwachung. Die Jagd auf Schwarzseher, auf Deserteure, ist eröffnet. In den ersten Kriegstagen werden zahlreiche Anklagen hervorgebracht. In diesen Fällen ermitteln die Militärgerichte, da der am 4. August 1914 ausgerufene Belagerungszustand sie zur Schlichtung von Straftaten und Verstößen gegen die Sicherheit der Republik, gegen die Ordnung und den öffentlichen Frieden befugt hat. Ihre Zuständigkeit ist rückwirkend und weitet sich auf nicht militärische Personen aus. Widersetzlichkeit gegen das Einstellungsgesetz, Beleidigungen, Anstachelung zur Fahnenflucht, Beschimpfungen gegen die Armee, Verlassen des Postens… sind lauter Anklagemotive, die manchmal sehr schwere Strafen zur Folge haben.