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Frieden schaffen
Nach der Heimkehr sind die meisten Veteranen überzeugt, dass der Erste Weltkrieg der letzte große Krieg gewesen ist. Eine mächtige pazifistische Bewegung verbreitet sich im Land. Die pazifistischen und antimilitaristischen Organisationen und politischen Bewegungen bleiben jedoch eher selten.
Der Friedensvertrag von Versailles hingegen sieht die Erschaffung des Völkerbunds vor mit der Ambition, den Frieden auf das Recht zu stützen. Verschiedene Persönlichkeiten stehen hinter diesem Projekt. Louis Loucheur, in Roubaix geboren, Abgeorneter des Departements Nord und mehrfacher Minister, setzt sich für die Erschaffung eines europäischen Stahlkartells ein, welches die französischen und deutschen Stahlhersteller vereinen würde. Er führt ebenfalls die Verhandlungen mit Walter Rathenau über die Reparationszahlungen Deutschlands.
Im Internationalen Arbeitsamt (IAA) ist Jean Lebas, Bürgermeister von Roubaix und Widerstandsheld des Ersten Weltkriegs, sehr aktiv: Er beteiligt sich an der Verfassung der Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über die Arbeitszeit, die Arbeitsbedingungen von Frauen und Kindern… Unter der Leitung von Albert Thomas, verteidigt das IAA die Idee, dass die soziale Gerechtigkeit der einzige Weg ist, den Frieden zu sichern.
René Cassin, von 1919 bis 1929 Professor an der juristischen Fakultät der Universität von Lille, ist der Initiator des Gesetzes von 1919, welches den Invaliden ein Recht auf Kriegsopferrente gewährt. Innerhalb der IAO setzt er sich für die Versorgung der Kriegsinvaliden ein und gründet den ersten internationalen Veteranenverband, der Veteranen aus beiden Lagern vereint, indem er Deutsche und Österreicher miteinbezieht.