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Der Fall Orchies
Orchies befindet sich in einer Kampfzone, über der nach der Gegenoffensive an der Marne die Unklarheit schwebt. Nach der Grenzschlacht sind dort französische Verletzte zurückgelassen worden. Am 22. September erobern die französischen Soldaten die Stadt von den Deutschen zurück. Am 23. September werden sieben deutsche Krankenwagen vor Ort geschickt, um die deutschen Verletzten zu bergen. Zur Vergeltung werden sie beschossen.
Am 24. September wehren Franzosen und Briten einen Angriff des 35. Regiments der Landwehr ab. Am selben Tag noch verlassen sowohl sie als auch der Bürgermeister der Gemeinde die Stadt.
Am 25. September entdecken die Deutschen die verstümmelten Leichen von 21 Soldaten, was ihren Zorn entfacht. Die Stadt wird angezündet; vier alte Männer und eine Frau kommen in der brennenden Stadt ums Leben.
Für die einen zeugt der Fall Orchies von der Unmenschlichkeit der lokalen Bevölkerung. „Es wurden die schlimmsten Grausamkeiten begangen (abgeschnittene Ohren, herausgerissene Augen und andere Abscheulichkeiten desselben Kalibers)” bekundet der Kommandant von Valenciennes.
Für die anderen ist er das Symbol schlechthin für die deutschen Grausamkeiten und die Verachtung der internationalen Konventionen, die das Kriegsrecht bestimmen.