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Antimilitarismus als Antwort auf den angekündigten Krieg
Die geopolitische Lage am Anfang des 20. Jahrhunderts hat Europa fast unweigerlich in den Krieg geführt. Die marokkanischen und die balkanischen Krisen haben die französisch-deutschen Antagonismen geschürt, verstärkt durch die seit der Niederlage 1870 gehegte Rachsucht und das Trauma des Verlustes von Elsass-Lothringen.
Vor diesem Hintergrund wird am 19. Juli 1913 das Dreijahresgesetz verabschiedet, das die Wehrdienstzeit von 2 auf 3 Jahre verlängert, so dass die französische Armee sich auf einen möglichen Krieg mit Deutschland vorbereiten kann. Dieses Gesetz ist eine der Hauptdebatten des Jahres 1913. Im Departement Nord mobilisieren öffentliche Versammlungen und Demonstrationen gegen das Dreijahresgesetz hunderte von Menschen. Auch in den Kasernen herrscht eine gewisse Unruhe. General Paul Pau, der über diese Welle des Aufstands ermittelt, macht dafür die antimilitaristische Propaganda der Anarchisten und des Gewerkschaftsbundes C.G.T verantwortlich. Daraus ergeben sich eine engere Überwachung und eine Welle von Hausdurchsuchungen, denen Roger Salengro zum Opfer fällt, als er im Mai 1913 während eines seiner Fronturlaube in Lambersart im „Carnet B” eingetragen wird.