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Die Flüchtlinge
Von den ersten Kriegstagen an versucht die Zivilbevölkerung aus den Bereichen zu fliehen, in denen es durch den Vormarsch der deutschen Truppen brenzlig wird. Belgier und Franzosen ziehen in Massen über die Straßen. Von den Soldaten evakuiert, aus Angst vor dem Feind zu Flüchtlingen geworden, versuchen sie in wirrem Durcheinander und vollkommen mittellos den Dramen des Krieges zu entkommen. In den Gebieten des Departements Nord herrscht eine allgemeine Anarchie; die Militär- und Zivilbehörden müssen Lösungen finden, um Militäreinsätze weiterhin richtig abzuwickeln und das Leben der Zivilisten, die allzu oft den Kämpfen zum Opfer fallen, zu bewahren. Zunächst einmal werden die Flüchtlinge in das benachbarte Pas-de-Calais dann nach Seine, Seine-Maritime, Oise, Seine-et-Oise und in sämtliche Teile Frankreichs evakuiert. Sehr schnell wollen manche von ihnen wieder nach Hause zurückkehren.
Im September 1914 wird in den Gemeinden eine Umfrage der Präfektur veranlasst, um die im Departement verbleibenden österreichisch-deutschen Bürger zu zählen, vor allem einberufbare Männer oder angesehene Persönlichkeiten, die zu Geiseln erklärt werden könnten. Die österreichisch-deutschen Bürger werden auf die Insel Tatihou (bei Saint-Vaast-la-Hougue) evakuiert. Die österreichisch-deutsche Gemeinschaft ist seit vielen Jahren im Departement Nord sesshaft und zählt mehrere hundert Personen. Manche Männer sind verheiratet und haben eine Familie gegründet. Die österreichisch-deutschen Bürger arbeiten in der Industrie, in Restaurants, im Schulwesen, im Handel und im Hotelgewerbe mit Gaststätten.