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Der Pazifismus in Aktion
„Krieg dem Krieg!”, „Nieder mit dem Krieg!” sind lauter Devisen, die schon lange vor der Kriegserklärung widerhallen. Der Arbeiterinternationalismus scheint die Lösung zur Verhinderung des sich abzeichnenden Krieges zu sein. Die S.F.I.O., die C.G.T., die Anarchisten verteidigen die Idee, dass die Solidarität der Arbeiter den Krieg verhindern könnte. Der gleichzeitige und auf internationaler Ebene veranstaltete Generalstreik sei eine Erwiderung und eine Art Aufstand gegen den Krieg. Manche Städte des Departements Nord sind Schauplätze mehr oder weniger internationaler pazifistischer Demonstrationen, bei denen Persönlichkeiten wie Karl Liebknecht oder Jean Jaurès das Wort ergreifen. Diese Versammlungen finden unter ständiger polizeilicher Aufsicht statt.
Nach der Ermordung von Jean Jaurès in Paris am 31. Juli 1914 schließen sich die S.F.I.O. und die C.G.T. der nationalen Verteidigung an. Der Patriotismus resorbiert jeglichen Antimilitarismus oder Pazifismus innerhalb eines geteilten geheiligten Bundes, der sogenannten „Union Sacrée“. Die Regierung verzichtet auf die Verwendung des „Carnet B”, das die präventive Verhaftung von Aktivisten vorsieht, die die Mobilmachung sabotieren könnten. Nichtsdestotrotz werden im Departement Nord 59 Verhaftungen vorgenommen. Der Pazifismus ist gegen den Ausbruch der Feindseligkeiten machtlos.