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« Un lieu de repos et de distraction », Fritz Herms, Lille vergewahltig ?, Berlin, 1920, BM Lille
Traduction française Barbara Durand, © Archives départementales du Nord pour la traduction.
Le traitement des femmes Lilloises (p.14-16)
La transcription complète en pdf
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Enquête sur Lucie Verrack, Roubaix (8 novembre 1918), AdN - 9 R 1196 (2)
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Enquête sur Césarine Roels, Roubaix (8 novembre 1918), AdN - 9 R 1196 (2)
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Enquête sur Augustine Florin, Roubaix (8 novembre 1918), AdN - 9 R 1196 (1)
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Renseignements sur Madame Terrasse née Cattoire Blanche, Roubaix (novembre 1918), AdN - 9 R 1196 (1)

Prostitution und Kollaboration

Seit der deutsche Vormarsch im Jahr 1914 gestoppt wurde, wurde Lille jeder Tag mehr zu einem Ort der Ruhe und Erholung für die Mitglieder der deutschen Armee, die man kommen lässt, um ihnen die Möglichkeit zu geben, das deutsche Theater, das Kunstmuseum, das Konzert zu besuchen. Aber oft gingen die deutschen Soldaten auch nach Lille, um dem Dreck der Schützengräben zu entkommen und wieder das Leben zu genießen. In dieser Hinsicht bot Lille viele Ablenkungen mit Bars, Cafés und Kneipen, von denen ein Drittel oder sogar die Hälfte Prostitution als ihre zusätzliche oder sogar hauptsächliche Einkommensquelle sahen. Die meiste Zeit waren sich die deutschen Soldaten nicht der Gefahrenen bewusst, bis es zu spät war, bis sich nach dem Geschlechtsverkehr die ersten Symptome der Krankheit zeigten.
Prostitution hat sich in den besetzten Städten hinter der Front entwickelt. Es handelt sich häufig um junge Frauen, die der bitteren Armut der Besatzungszeit entkommen wollen. Während des Krieges wird die Prostitution aktiv von den deutschen Militärbehörden überwacht. Die polizeilichen Ermittlungen nach dem Krieg versuchen, einerseits herauszufinden, ob die Frauen, die Beziehungen mit Deutschen hatten, Trägerinnen von Krankheiten sind und andererseits, den Grad der Zusammenarbeit mit dem Feind zu messen.