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Die Heldinnen
Louise de Bettignies ist das Symbol des Widerstands für die besetzte Bevölkerung und ihren Willen, den Kampf trotz der Besatzung fortzusetzen.
Geboren 1880 in Saint-Amand-les-Eaux in eine Familie von Porzellanherstellern. Sie studierte mit Erfolg, zunächst in Valenciennes, dann in England in Wimbledon und in Oxford und schließlich an der Universität von Lille.
Sie spricht fließend Englisch, Deutsch und Italienisch und konfrontiert mit den finanziellen Schwierigkeiten ihrer Familie wird sie Hauslehrerin in großen Adelsfamilien in Italien und Deutschland.
1914 kehrte sie nach Lille zurück, wo sie mit ihrer Schwester als Krankenschwester für das Rote Kreuz verpflichtet wurde. Sie engagiert sich schnell in der Widerstandsbewegung. 1915 wird sie im britischen Generalstabsquartier in Saint-Omer vom britischen Geheimdienst angeworben. Sie organisiert den Dienst Alice - ein Netzwerk, das rasch 80 Personen umfasst. Das Netzwerk ist verantwortlich, einerseits um Menschen heimlich aus dem besetzten Gebiet nach England über Holland zu schmuggeln und andererseits um Informationen über die Position und die Bewegungen der Truppen zu liefern, wie beispielsweise der bevorstehende Angriff auf Verdun.
Sie steht mit Léonie Vanhoutte in Verbindung und begibt sich häufig in das besetzte Gebiet, nach Belgien und an die Grenze zu den Niederlanden.
Léonie Vanhoutte wurde am 24. September 1915 in Brüssel verhaftet und Louise am 20. Oktober, ebenfalls in Brüssel. Der Service Alice wurde zerschlagen, was zu vielen Verhaftungen führte, wie die von Madeleine Berroyer.
Louise de Bettignies wurde am 16. März zum Tode verurteilt, aber ihre Strafe wurde in lebenslange Haft umgewandelt. Sie starb am 27. September 1918 nach einer Pleuritis, die sie sich im Gefängnis zugezogen hatte.
Louise de Bettignies verkörpert das Ideal der heldenhaften Frau. Ihre bürgerliche Herkunft hält sie nicht davon ab, sich im Widerstand gegen den Feind zu organisieren. Sie hätte den Krieg gefahrlos überstehen können. Vielmehr hat sie sich von Beginn des Krieges an engagiert. Gebildet und mit Universitätsabschluss, mehrsprachig, stellt sie ihr Wissen in den Dienst der Nation. Zu Beginn des Krieges, ist sie Krankenschwester für das Rote Kreuz, das Vorbild der kämpfenden Frau, diejenige, die den Soldaten pflegt und tröstet. Alles kommt zusammen, um aus ihr ein Symbol eines Departements und einer Märtyrerstadt zu machen.
Das andere Extrem ist Mata Hari als ein Gegenmodell. Sie ist Ausländerin und führt ein ausschweifendes Leben voller aus Frivolität und Nacktheit.