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Portrait du Dr Calmette, Dictionnaire biographique du Nord illustré, Les dictionnaires départementaux, Nord, 2e édition (1909), AdN - BH 2443
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Récit de l’arrivée des médecins militaires allemands à Lille, dans le dossier « rapports dactylographiés et notes manuscrites du médecin inspecteur Albert Calmette », AdN - J 2133
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Lettre des Docteurs Barrois, Bédart et Calmette au Général Von Heinrich demandant le rapatriement en France du personnel médical inoccupé (17 septembre 1915), AdN - J 2133
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Lettre du Professeur Calmette à Monsieur le Préfet du Nord sur les formations sanitaires françaises maintenues en territoire occupé (6 août 1917), AdN - J 2133
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Renseignements sur l’organisation du service de secours en cas d’accidents causés par les bombes, Société française de secours aux blessés militaires, comité de Tourcoing (lettre du 21 juillet 1917 adressée au maire de Tourcoing), AdN - J 2133
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Protestation des savants de Lille contre les actes de barbarie des Allemands à l’Académie de médecine, 29 octobre 1918, « Lille vergewahltig ? », anlage n°2, p. 104 (texte en français), BM Lille

Französische Ärzte und deutsche Ärzte

Die Konfrontation zwischen deutschen und französischen Ärzten in der besetzten Zone begann vor dem Krieg und setzte nach dem Krieg fort. Sie umfasste führende Persönlichkeiten wie Dr. Albert Calmette, der zu dieser Zeit das Institut Pasteur in Lille leitete und der vor dem Krieg in Zusammenarbeit mit Robert Koch das Institut für Infektions-Krankheiten Robert Koch in Berlin arbeitete. Im Jahr 1914 erhielt er Besuch vom Allgemeinarzt der Armee und vom Direktor des Berliner Instituts.
Der bedeutende soziale und politische Platz, den die Ärzte am Vorabend des Krieges einnahmen, erklärte auch die Frage der Macht, die die Organisation der Medizin in der größten von den Deutschen besetzten Stadt darstellt.
Die Beziehungen zwischen deutschen und französischen Ärzten waren schwierig und gespannt zwischen militärischen und zivilen Anforderungen des Krieges. Die Priorität wurde zuerst von den deutschen Behörden auf die Aufnahme und die Pflege der deutschen Soldaten gelegt: Krankenhäuser und Material wurde requiriert. In Valenciennes wurde das Gymnasium in ein Lazarett umgewandelt. Dann musste gegen gemeinsame Bedrohungen gekämpft werden: Geschlechtskrankheiten, Epidemien, Typhus, ...
Albert Calmette und andere Ärzte wurden als Geiseln genommen und für mehrere Monate deportiert.
Nach dem Krieg darauf bedacht, nicht als eifrige Mitarbeiter der deutschen Behörde zu erscheinen, richteten die Ärzte von Lille schnell einen schriftlichen Protest „gegen die barbarischen Taten der Deutschen“ an die Akademie der Medizin.