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Die deutschen Kriegsgefangenen
Die deutschen Kriegsgefangenen sind über den ganzen Krieg hinweg circa 400.000. Die von den neutralen Ländern durchgeführten Inspektionsberichte bezeugen, dass die Haftbedingungen im Allgemeinen besser waren als die der französischen Gefangenen in Deutschland. Doch der Waffenstillstand sieht ohne Gegenseitigkeit die sofortige Rückführung der alleinigen französischen Gefangenen vor.
Die deutschen Kriegsgefangenen werden in die befreiten Regionen verlegt. Sie werden als Arbeitskräfte eingesetzt, um die Ruinen frei zu räumen, die Agrarflächen zu entminen und um beim Wiederaufbau zu helfen.
Aber laut Clémenceau dienen sie auch als „pädagogisches Instrument“, einerseits in Form einer Art menschlichen Verkörperung der deutschen Verantwortung, andererseits als Druckmittel, um die Reparationen vom deutschen Staat zu sichern.
Unter dem Druck der Alliierten veranlasst Frankreich schließlich die Rückführung der deutschen Gefangenen von Januar bis Februar 1920, während 45 Tagen.