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Kinder und Deutsche in der besetzten Zone
Die Beziehungen zwischen den Kindern und den deutschen Besatzern sind schwierig zu analysieren, weil sie auf beiden Seiten Gegenstand einer überhöhten Symbolik sind.
Für die Franzosen sind sie eine Gelegenheit, die Perversität des Feindes zu demonstrieren. So werden die Legenden von vergifteten Süßigkeiten geboren. Die Angst vor einer kriminellen Vergiftung durch Lebensmittel ist sehr alt. So auch während der Cholera-Epidemie 1832, als Louis Blanc von dem Gerücht berichtet, dass vergiftete Dragees und Kuchen an Mädchen verteilt wurden. Die Süßigkeit wird auch als Mittel angeprangert, durch das Pädophile Kinder in eine Falle locken. Im Jahr 1914 warnten die Eltern ihre Kinder in den besetzten Gebieten vor vergifteten Süßigkeiten, die von den Deutschen verteilt wurden. Der Deutsche verkörpert immer noch den Teufel und seine sündhaften Perversionen.
Im Gegensatz dazu versucht die deutsche Propaganda zu zeigen, dass der deutsche Soldat nicht nur ein guter Familienvater ist, sondern auch um die Kinder in der besetzten Zone besorgt ist. Es werden Fotos veröffentlicht, die deutsche Soldaten zeigen, wie sie Kinder in ihren Armen halten oder freundschaftlich mit ihnen plaudern. Ähnliche Aufnahmen wurden gemacht, die britische Soldaten zeigen, die sich um das Schicksal der Kinder in den Gebieten kümmern, in denen sie sich in Frankreich aufhalten.
Die große Untersuchung nach dem Krieg in der Akademie von Lille lässt keine einfache Schlussfolgerung zu. Die Schikanen werden dort sorgfältig und ausführlich beschrieben, während die eher freundschaftlichen Beziehungen nur durch einen Satz und als fast unbewusstes Zugeständnis umschrieben werden. Der Kontext des Sieges beeinflusst die Zeugnisse in einem negativen Sinn.