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Plan de reconstruction des quartiers atteints par les événements de guerre et rachetés par l’Etat, dans Alfred Morain, La reconstitution du Nord dévasté au 1er septembre 1923. Exposé présenté au Conseil général, Lille, 1923, entre les pp. 106 et 107, BA
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Les villes renaissantes du Nord-Cambrai, dans le Grand Hebdomadaire illustré de la Région du Nord de la France, 2e année, n°33, 15 août 1920, pp. 260-261, AdN - Jx 326/1
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M. Garin, Maire de Cambrai, entouré de ses adjoints, vient de donner le premier coup de pioche aux travaux pour le nouveau plan de reconstitution de la ville, dans le Grand Hebdomadaire illustré de la Région du Nord de la France, 4e année, n°25, 18 juin 1
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La reconstruction du quartier St-Géry, dans L’œuvre de Reconstitution et la Solidarité française, édition du Comité d’Action des Régions dévastées, 1925, p. 104, AdN - BA 6282
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Cité-jardin de trente-deux maisons construites par l’Office départemental d’habitations à bon marché, Cambrai, 1929, AdN - 3 Z 174

Der Wiederaufbau von Cambrai

Das Projekt des Wiederaufbaus und der Verschönerung der Stadt Cambrai wurde von einem außerkommunalen Ausschuss ausarbeitet, der aus Architekten, Ingenieuren, Unternehmern, Politikern und Künstlern zusammengesetzt war. Der Architekt Leprince-Ringuet wird beauftragt, die Unternehmungen zu koordinieren, aber für einige spezifische Arbeiten werden auch die Dienste anderer Architekten in Anspruch genommen. Da das gesamte Stadtzentrum zerstört und abgebrannt ist, wird beschlossen es neu zu gestalten: Im Mittelpunk steht das Rathaus, an welches die anderen wesentlichen Dienste des Stadtlebens – Gericht, Handelskammer, Post, Finanzamt – auf einem neuen Platz hinter dem Grand Place angebunden sind. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich nun auf dem Place d’Armes und den angrenzenden Nebenstraßen. Um eine Überlastung des Stadtverkehrs zu vermeiden, wird ein neuer Verkehrsplan entwickelt, basierend auf zwei Haupt-Nord-Sud- und Ost-West-Achsen, die sich auf dem Grand Place kreuzen. Neue Straßen werden gebaut und alte, zu schmale Straßen werden verbreitert und begradigt. Es wird zwar kein Schachbrettnetz errichtet, was das Stadtgefüge zerstört hätte, aber es werden geradlinige Perspektiven geschaffen, das Rathaus und der Bahnhof stehen frei (Öffnung der Avenue de la Victoire, des Mail St-Martin); neue Viertel entstehen aus dem Abbau der Stadtmauer, die untereinander und mit der Stadtmitte durch ringförmige Straßen und durch Brücken verbunden sind. Die Häuser werden vor Ort wiederaufgebaut und ihr Vorkriegsstil wird für seine architektonische Schönheit erhalten: Das Rathaus soll gemäß dem Stadtbauplan im Stil des 18. Jahrhunderts wieder errichtet werden und die Häuser des Place d’Armes im flämischen Stil. Der Wiederaufbau gibt Anlass zur Sanierung der Stadt, so wird der Schlachthof an den Stadtrand verlagert und der Bau einer Kläranlage und einer Hausmüllverbrennungsanlage wird in Erwägung gezogen. Diese Stadtplanung erfordert zahlreiche Enteignungen, die nur der Staat ordnungsgemäß durchzuführen vermag, indem er die Kriegsschäden aufkauft. 1922 wird ein Abkommen zwischen dem Bürgermeister von Cambrai, Herr Garin, und dem Staat abgeschlossen (sogenannte „Loi Garin“), das es der Gemeinde ermöglicht, diese Rolle des Staates zu übernehmen. Diese Rechtsfragen verspäten den Wiederaufbau von Cambrai, welcher erst 1923 beginnt und 1932 mit der Einweihung des Rathauses abgeschlossen wird.