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Die Verkehrs- und Kommunikationswege
Um die Bevölkerung des Departements Nord aus ihrer Abgeschiedenheit zu holen, um den Wirtschaftsaufschwung und den Transport der Materialien für den Wiederaufbau sichern zu können, müssen die Kommunikations- und Transportwege schnellstmöglich wieder instand gesetzt werden. Vorrang wird den Hauptverkehrsachsen gegeben: Nationalstraßen und Landstraßen, Hauptbahnstrecken und Kanäle. Vorläufige und anschließend endgültige Brücken werden errichtet. 1923 sind 7.578 Kilometer des Straßennetzes zumindest vorläufig repariert und 920 Kilometer Bahnlinie für den Verkehr bereit. Der Schiffverkehr auf den Kanälen ist bereits im Sommer 1919 wiederhergestellt. Die Letzten (Canal de Roubaix, Canal de Lens und Canal de l’Escaut) werden 1920 wieder eröffnet. Die Kanäle wurden vertieft aber sonst nicht vergrößert. Die Bahnhöfe werden erst spät wieder aufgebaut, anstelle der provisorischen Baracken. Der Wiederaufbau bietet teilweise die Gelegenheit, das Netzwerk zu modernisieren. Vor dem Krieg verkehrten die Güter- und Personenzüge über den Bahnhof in Fives. Die Compagnie du Nord beschließt den gesamten Güterverkehr in den Westen von Lille zu verlagern und errichtet in Lille-Délivrance, in der Zone des Marais de Lomme einen neuen Bahnhof. Dieser ist ausgestattet mit einer Herberge für reisende Bedienstete, einem Speisesaal und einem Wohnviertel für Eisenbahner mit 825 Wohneinheiten mit Garten, fließendem Wasser und Abwasseranschluss, Strom, Schulen, Kino, Sportplatz, Badeanstalt und Gesundheitszentrum. In Valenciennes baut die Compagnie du Nord ebenfalls ein neues Wohnviertel mit Stadion, nach dem Modell von Raoul Dautry; jedes Haus ist von einem 400 bis 500 Quadratmeter großen Garten umgeben. Man beginnt auch, Bahnübergänge durch Brücken oder unterirdische Tunnels zu ersetzen.